das sind etwas mehr als 1,5 Tage, in diesem Fall 2 Nächte und ein ganzer Tag. Das ist die Zeit die wir kürzlich am Telefon miteinander verbracht haben, mit ein paar wenigen Unterbrechungen die nicht der Rede wert sind. Zumal ja auch 2 Nächte dazwischen liegen in denen man schläft. Das klingt nach einer Menge Zeit und wenig persönlichem Freiraum. Nach einem Dauergespräch in dem man eigentlich alles erzählen und erklären könnte. Aber das haben wir vorher schon gemacht. Mal nur eine Stunde, oft etwas mehr als 8 Stunden und auch schon 16 Stunden am Stück. Wir kennen uns schon ziemlich gut und „eigentlich“ gibt es nicht mehr wirklich viel, dass wir NICHT voneinander wissen. Wobei „eigentlich“ ist ja auch eher eine Einschränkung.
Unsere Nächte sind allerdings auch irgendwie besonders. Man spricht Abends kurz noch miteinander, während man bereits im Bett liegt. Eingekuschelt, müde, schläfrig bleibt man noch ein wenig beieinander bis die Müdigkeit dann letztendlich ihren Tribut einfordert. Meist ist es so das sie zuerst einschläft, ich noch einen Moment ihr leises atmen (selten mal ein leises Schnarchen) hören kann und mich dann auch langsam wegdämmern lässt. Es beruhigt mich sie einfach nur zu hören oder das Wissen das wir verbunden sind. Auch am Morgen, wenn ich vor ihr wach werde, mir meinen ersten Kaffee bereite und sie schlafen lasse. Ich habe sie am Telefon bei mir (auch wenn ich das Mikro stummschalte um sie nicht zu wecken). Sobald ich mitbekomme, das sie langsam wach wird, lege ich mich noch einmal ins Bett. So als wäre ich wirklich neben ihr. Dieses halbverschlafene „guten Morgen“ höre ich gern und auch alles was danach noch im Halbschlaf, mehr gemurmelt als gesagt wird. Meist bleiben wir noch etwas liegen und „kuscheln“ noch ein wenig, bis wir uns dann wirklich aufraffen können bzw. ich sie dazu bewege, was ich wirklich gerne (und mehr oder weniger energisch) mache.

Der Tag war voll mit Aufgaben die wir in unseren Haushalten erledigen mussten. Dazwischen immer mal wieder ein kleines Gespräch oder etwas das wir (jeder für sich oder mit anderer Meinung) entscheiden mussten. Auch das für uns „normale“ gegenseitige Aufziehen und Necken, kam nicht zu kurz. Abends haben wir dann wieder gemeinsam die Zeit miteinander verbracht. Memes, Reels, Hobby (wir hätten auch Fernsehen können, was wir auch öfter schon zusammen getan haben). Wir sind immer noch verbunden gewesen, als wir uns zum zweiten Mal in diesen „ersten“ 24 Stunden schlafen gelegt haben. Der zweite Morgen war wie eben bereits geschildert und es fühlt sich jedes Mal gut und richtig an.
Wenn ich mir eines Wünschen dürfte, dann dieses: Jeden Tag so zusammen verbringen ohne sich einzuengen und trotzdem alles zu teilen. Es war nie dieses Gefühl da, mal für sich sein zu wollen. Diese Freiräume hätten wir gehabt und uns auch nehmen können. Aber ich glaube an diesem Tag wollten wir das gar nicht. Wir wollten einfach „zusammen sein“ auch über die Entfernung, die wir nicht wegdiskutieren können. Es hat eine Nähe geschaffen, die uns beiden wirklich gut tut. Einfach zu wissen „der Andere ist anwesend, ich kann ihn alles fragen, sagen und mit ihm teilen“. Und es ist immer wieder eine Wohltat, auch über so eine Entfernung miteinander verbunden und nicht „allein“ zu sein. Liebe macht es möglich.
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